Reglement für die von der FCL organisierten Hundeausstelungen

Einleitung
Im Zweifelsfall ist die französische Fassung des Ausstellungsreglements maßgebend.
Sämtliche Personenbezeichnungen gelten als geschlechtsneutral. Wörter im Singular schließen auch den Plural ein und umgekehrt.

Art. 1 – Allgemeines
Alle von der „Fédération Cynologique Internationale“ (FCI) anerkannten Rassen sind zu der Ausstellung zugelassen. Am Eingang und auf Anfrage sind die Aussteller verpflichtet, eine beglaubigte Abschrift des Zuchtbuchs ihres Hundes vorzulegen sowie den europäischen Heimtierausweis oder die internationale Impfbescheinigung, die die erforderlichen Tollwut-Impfungen bescheinigt.
Für alle im vorliegenden Reglement nicht vorgesehenen Fälle gelten die FCI-Regeln.

Art. 2 – Einzuhaltende Regeln
Indem der Aussteller den Meldeantrag unterzeichnet, erklärt er sich stillschweigend mit allen Bestimmungen des vorliegenden Ausstellungsreglements und mit den FCI-Regeln einverstanden.
Jeder Aussteller erklärt sich in Bezug auf die gesetzlichen Bestimmungen, die auf dem Hoheitsgebiet des Großherzogtums Luxemburg für den Tierschutz gelten, verantwortlich und wird das von der FCI herausgegebene „Manifeste du Centenaire de la Fédération Cynologique Internationale – Pour le bien-être des chiens“ („Charta anlässlich des 100-jährigen Bestehens der FCI – Zum Wohle des Hundes“) genauestens befolgen. Dieses Dokument ist ein integraler Bestandteil der vorliegenden Vorschriften. Dieses Dokument ist ein integraler Bestandteil der vorliegenden Vorschriften. Der geringste Verstoß gegen die oben stehenden Bestimmungen schließt den Aussteller von der laufenden Ausstellung und künftigen Ausstellungen aus. Die FCL verbietet alle Anmeldungen und Vorführen von amputierten Hunden auf Ausstellungen, die von ihr selbst, von den FCL-Mitgliedern oder von Hundevereinigungen organisiert werden, die einem der Mitglieder angeschlossen sind.
Jede Person, die gegen die Regeln der öffentlichen Ordnung verstößt, wird von der laufenden Ausstellung und künftigen Ausstellungen ausgeschlossen.

Art. 3 – Sicherheit des Hundes
Jeder Aussteller verpflichtet sich, die Sicherheit seines Hundes während der Ausstellung zu gewährleisten. Alle Personen, die mehrere Hunde für eine Ausstellung des FCL anmelden, geben die gesamte Anzahl der anzumeldenden Hunde auf dem Meldeformular an. Bei der Anmeldung können Käfige bestellt werden, die für den Aufenthalt der Hunde geeignet sind. Es ist nicht erlaubt, einen Hund in einem auf dem Messegelände und/oder in der Umgebung der Ausstellungshallen geparkten Wagen zu zurückzulassen. Der Aussteller verpflichtet sich, dass der Hund unter optimalen Umständen und gemäß den gegenwärtig auf dem Hoheitsgebiet des Großherzogtums Luxemburg geltenden gesetzlichen Vorschriften befördert wird.
Zur Gewährleistung dieser Sicherheit verpflichtet sich die FCL, Kontrollrunden in den Ausstellungshallen auszuführen und Aufsichtspersonal auf den Parkplätzen des Geländes der Ausstellungshallen einzusetzen. Der für die Verwaltung der veterinären Dienste zuständige Minister wird die Zuständigkeiten dieses Aufsichtspersonals definieren.

Art. 4 – Eintragungen der Hundedaten
Jeder Hund, der an der Ausstellung teilnimmt, muss dem Aussteller gehören. Der Hund darf jedoch von einer dritten Person vorgestellt werden. Diese Angabe muss auf dem Meldeformular eingetragen sein. Die Zu- und Vornamen des Präsentators müssen der FCL mitgeteilt werden. Auf dem Meldeformular müssen ebenfalls die Fahrzeugzulassungsnummer und das Land des Transportfahrzeugs eingetragen werden, welches die Hunde zu den Ausstellungen befördert, die von der FCL, von den FCL-Mitgliedern oder von Hundevereinigungen organisiert werden, die einem dieser Mitglieder angeschlossen sind.
Die Hunde müssen am Ausstellungstag das im Meldeantrag angegebene Alter erreicht haben. Wenn nicht, werden Sie einer anderen Altersklasse zugeordnet.
Jedem Meldeantrag für die Gebrauchshunde- und Championklasse muss eine Kopie mit der Zulassungsbegründung beiliegen:
a) für die Gebrauchshundeklasse: Die Anmeldung in der Gebrauchshundeklasse unterliegt der Vorlage eines internationalen Zertifikats, das von der kynologischen Landesorganisation (LAO) des Landes, in dem der Hundebesitzer wohnhaft ist, ausgestellt wurde. Das Zertifikat muss der Anmeldung vor Ablauf der Anmeldefrist beigefügt werden muss.
b) für die Championklasse: Nur die Titel als Internationaler Champion der FCI oder als von der FCI anerkannte Nationale Champions sind zugelassen. Die FCL lässt jedoch auch englische, amerikanische, australische und kanadische Champions-Titel zu, vorausgesetzt der Hund war bei der Verleihung des besagten Titels wenigstens 15 Monate alt. Die an einem einzigen Tag erlangten Titel, u. a. der Europa- und Weltsieger, der Bundessieger und andere vergleichbare Titel berechtigen, gemäß FCI-Regeln, nicht zu einer Zulassung in der ChampionKlasse. Die Anmeldung in der ChampionKlasse unterliegt der Vorlage eines internationalen Zertifikats, das von der kynologischen Landesorganisation (LAO) des Landes, in dem der Hundebesitzer wohnhaft ist, ausgestellt wird. Das Zertifikat muss der Anmeldung vor Ablauf der Anmeldefrist beigefügt werden muss.
Ohne gültigen Nachweis wird der Hund der „Offene Klasse“ zugewiesen.
Anmeldungen werden bis zu dem auf dem Meldeformular angegebenen Datum entgegengenommen. Die FCL behält sich das Recht vor, die Anmeldungsfrist vorzeitig abzuschließen oder zu verlängern.
Die Anfragen auf Papier müssen leserlich in Druckbuchstaben oder mit Schreibmaschinenschrift ausgefüllt werden. Sie sind in einem ausreichend frankierten Umschlag an die auf dem Formular angegebene Anschrift zu senden. Zusätzliche Formulare werden auf Anfrage versendet.
Die elektronisch übermittelten Meldeformulare enthalten die vom Aussteller im FCL-Datenbestand hinterlassenen Angaben entsprechend der Datenschutzgesetzgebung.
Mit seiner Anmeldung verpflichtet sich der Aussteller ausdrücklich seine Meldegebühren zu bezahlen.
Sobald die Anmeldungsanfrage registriert wurde, erhält der Aussteller eine Bestätigung zwecks Überprüfung der Angaben. Alle Fehler oder zwingenden Änderungen sind dem Ausstellungssekretariat zwecks Verbesserung unverzüglich mitzuteilen.
Das Bestätigungsschreiben ist bei der Zugangskontrolle vorzulegen und berechtigt zum freien Eintritt der Ausstellung. Der Aussteller kann auf dem Meldeformular des Hundes vorab Kataloge aus Papier bestellen. Es handelt sich um ein strikt persönliches Schreiben. Der geringste Verstoß führt zum Ausschluss des Ausstellers von der laufenden Ausstellung und künftigen Ausstellungen.

Art. 5 Meldegebühr
Die Meldegebühr ist beim Versand des Meldeformulars zu überweisen. Anmeldungsanfragen ohne Zahlungsbeleg der Meldegebühren dürfen geweigert werden.
Die FCL darf die Zahlung eines Gebührenzuschlags für verspätete Zahlung fordern.
Sie behält sich das Recht vor, für den Betrag der Einziehungskosten vergütet zu werden.
Im Falle einer Annullierung, aus welchem Grund auch immer, sind die Meldegebühren zu entrichten. Die FCL behält sich in diesem Fall das Recht vor, Sanktionen gegen den Zuwiderhandelnden zu treffen, insbesondere ihm die Teilnahme an den zukünftigen Ausstellungen zu untersagen und einen Bericht an die FCI zu senden.
Sofern die Ausstellung aus welchem Grund auch immer annulliert wird, ist die FCL nicht verpflichtet, die Meldegebühren zu erstatten.

Art. 6 – Anmeldungsweigerung
Die FCL kann Anmeldungsanfragen ohne Angabe von Gründen weigern. Unter diesen Umständen wird die Meldegebühr erstattet.

Art. 7 Ausschluss des Hundes und des Ausstellers
Die Hunde, deren Pflege oder Farbe nicht dem von der FCI etablierten Rassestandard entsprechen, werden nicht gerichtet.
Diese Regel schließt auch Hunde aus, die absichtlich in einer Klasse angegeben wurden, für die sie nicht das erforderliche Alter besitzen.
Alle falschen Angaben, die den Richter in die Irre führen können, gestatten der FCL den Ausschluss des Hundes.
Beleidigungen von Richtern oder Ausstellungspersonal, negative Kritik über die Wertungen und Kommentare, die dem Erfolg der Ausstellung oder der Richterwürde Schaden zufügen sollen, führen zum Ausschluss des Hundes und des Ausstellers.
In diesen Fällen wird die Meldegebühr nicht zurückgezahlt.

Art. 8 – Zugang der Hunde
Am vorgesehenen Tag haben sich die Hunde, wenn die Wertungen beginnen, in den Ausstellungshallen zu befinden. Die Reihenfolge der Rassenwertungen wird auf Plakaten außerhalb des Rings angekündigt.
Jeder Aussteller hat die Pflicht, pünktlich zu sein. Sofern ein Aussteller nicht erscheint, wenn seine Nummer aufgerufen wird, gilt der besagte Hund als nicht zugegen. Die vorangegangenen Wertungen werden nicht wiederholt. Der Eintritt wird in folgenden Fällen verweigert:
a) Wenn die Hunde keine gültige Impfbescheinigung besitzen.
b) Wenn Hunde verdächtige Krankheitssymptome aufweisen.
c) Wenn Hunde taub oder blind sind.
d) Wenn Hündinnen in der Säugeperiode oder in Begleitung ihrer Welpen sind.
e) Wenn Hunde bösartig sind oder beißen und keinen Maulkorb tragen.
Die Entscheidung der diensttuenden Tierärzte ist unwiderruflich. Die Meldegebühren werden nicht zurückgezahlt.

Art. 9 – Unterbringung und Betreuung der Hunde
Entgegen einer Gebühr können einem Aussteller personalisierte Hundekäfige bereitgestellt werden, sofern diese vorab bei der Anmeldung des Hundes für die Ausstellung bestellt worden sind. Diese Möglichkeit besteht auch für nicht am Wettbewerb teilnehmende Hunde von Besuchern.
Beim Spazierengehen und auf dem Ausstellungsgelände muss der Hund korrekt an der Leine geführt werden, d. h. mit einer Leine und einem Halsband.
Zwischen den verschiedenen Ausstellungshallen befinden sich deutlich ausgeschilderte „Trimmstationen“. Der Aussteller ist aufgefordert, die Haufen seines Hundes zu entfernen und in den zu diesem Zweck vorgesehenen Mülleimern zu entsorgen.
Die FCL übernimmt keinerlei Verantwortung für die Fütterung der Hunde.

Art. 10 – Haftung und Ordnung
Die FCL übernimmt keine Haftung für Schäden, die der Verband nicht verursacht hat. Die Hundebesitzer tragen die volle Verantwortung für alle Schäden, die sie selbst oder ihr Hund verursacht haben. In diesen Fällen gelten die Bestimmungen des Zivil- und Strafgesetzbuches des Staates des Großherzogtums Luxemburg.
Den Anweisungen des Aufsichtspersonals ist unverzüglich Folge zu leisten.
Zwecks müheloser Identifizierung sind die Aussteller verpflichtet, das Schild mit der Katalognummer ihres Hundes bis zum Verlassen des Ausstellungsgeländes gut sichtbar zu tragen. Sie werden darüber hinaus gebeten, ihre Meldebestätigung stets dabei zu haben.

Art. 11 – Ausstellungsrichter
Falls erforderlich behält sich die FCL das Recht vor, die Liste der Richter sowie die Zuordnung der Ringe zu ändern.

Art. 12 – Wertung der Hunde
Die Richter treffen ihre Entscheidungen in völliger Unabhängigkeit und in eigener Verantwortung. Ihre Wertungen sind unwiderruflich.
Im Falle eines Streits oder Zweifels ist nur der Richterbericht maßgebend.
Hunde, die zu Beginn der Wertungen nicht zugegen waren, können nicht zu einem späteren Zeitpunkt eingefügt werden. In Absprache mit dem Richter kann jedoch eine Formwertnote zuerkannt werden.
Folgende Formwertnoten können in der Jüngsten-, Veteranen-, Champion-, Gebrauchshunde-, Zwischen- und Offene Klasse vergeben werden:
Vorzüglich – Sehr gut – Gut – Genügend – Disqualifiziert – Ohne Bewertung.
In den Puppy- und Minor-Puppy-Klassen können folgende Formwertnoten vergeben werden:
Vielversprechend – Versprechend – Wenig versprechend – Disqualifiziert – Ohne Bewertung.

Art. 13 – Prämien
Die Prämien oder andere Preise müssen am Ausstellungstag entweder am vorgesehen Ausstellungsstand oder beim Ausstellungssekretariat abgeholt werden. Ein späterer Versand ist ausgeschlossen. Es wird auch darauf hingewiesen, dass keine Häufung von Preisen möglich ist.

Art. 14 – Vergaberegeln für die Titel „Jugend-Champion von Luxemburg“ und „Veteranen-Champion von Luxemburg“
Der Titel „Jugend-Champion von Luxemburg“ kann am Ausstellungstag für jenen Hund (Rüde oder Hündin) vergeben werden, der in der Jugendklasse mit der Formwertnote „Vorzüglich 1“ bewertet wurde. Die Note muss eindeutig im Richterbericht angegeben sein. Aufgrund der Richterwertungen ist die Vergabe des Titels nicht zwingend. Sofern dies der Fall ist, muss im Richterbuch eindeutig der Vermerk „Nicht zuerkannter Titel“ angegeben sein.
Der Titel „Veteranen-Champion von Luxemburg“ kann am Ausstellungstag für jenen Hund (Rüde oder Hündin) vergeben werden, der in der Veteranenklasse mit der Formwertnote „Vorzüglich 1“ bewertet wurde. Die Note muss eindeutig im Richterbericht angegeben sein. Aufgrund der Richterwertungen ist die Vergabe des Titels nicht zwingend. Sofern dies der Fall ist, muss im Richterbuch eindeutig der Vermerk „Nicht zuerkannter Titel“ angegeben sein.
Die „Jugend-Champions“ sowie die „Veteranen-Champions“ nehmen am Wettbewerb für den Titel „Bester Hund der Rasse“ teil.

Art. 15 – Regeln für die Vergabe der CACL und CACL-Rés.
Ein CACL („Certificat d’Aptitude au Champion de Luxembourg“) und ein „CACL-Rés.“ können für Hunde (Rüden und Hündinnen) in den vier Klassen Champion, Gebrauchshunde, Zwischen und Offene vergeben werden, sofern die Hunde jeweils die Formwertnote „Vorzüglich 1“ und „Vorzüglich 2“ erhalten haben. Aufgrund der Richterwertungen ist die Vergabe dieses Zertifikats nicht zwingend. Sofern dies der Fall ist, muss im Richterbuch eindeutig der Vermerk „Nicht vergebener Titel“ stehen.
Abhängig vom Farbschlag oder von der Fellvariante können für die folgenden Rassen ein CACL oder CACL-Rés. vergeben werden:
GRUPPE 1
Briard
a) Schwarz – b) Fauve, Grau
GRUPPE 2
Dobermann
a) Schwarz/Brant – b) Braun/Brant
Deutscher Boxer
a) Fauve – b) Gestromt
Deutsche Dogge
a) Fauve – b) Gestromt – c) Schwarz – d) Schwarz-Weiß gefleckt – e) Blau
Neufundländer
a) Schwarz – b) Braun – c) Schwarz mit weißen Markierungen
GRUPPE 5
Peruanischer Nackthund (Groß)
a) Haarlos – b) Behaart
Peruanischer Nackthund (Mittel)
a) Haarlos – b) Behaart
Peruanischer Nackthund (Klein)
a) Haarlos – b) Behaart
Chow Chow
a) Rot – b) Schwarz – c) Blau
GRUPPE 7
Bretonischer Spaniel
a) Weiß/Orange – b) andere Farben
Spinone Italiano
a) Weiß/Orange – b) Falb/Braun
GRUPPE 8
Portugiesischer Wasserhund
a) Gewelltes Langhaar b) Gekräuseltes Haarkleid
English Cocker Spaniel
a) Rot – b) Schwarz – c) andere Farben
Amerikanischer Cocker Spaniel
a) Schwarz – b) andere Farben – c) Mehrfarbig
GRUPPE 9
Pudel (Groß – Mittel – Zwerg – Toy)
a) Weiß – b) Braun – c) Schwarz – d) Grau – e) Apricot –
f) Falb Rot
Chinese Crested
a) Haarlos – b) Haarschleier, seidige Haarstruktur (Powder Puff)
Cavalier King Charles Spaniel
a) Schwarz und Lohfarben – b) Ruby – c) Blenheim – d) Tricolour
King Charles Spaniel
a) Schwarz und Lohfarben – b) Ruby – c) Blenheim – d) Prince Charles (Tricolour)
Französische Bulldogge
a) Gestromt – b) Weiß und Gestromt („caille“)
Mops (Carlin)
a) Fauve und Hellfarben mit schwarzer Maske – b) Schwarz –
c) Silbern – d) Apricot mit schwarzer Maske

Art. 16 – CACIB – CACIB-Rés.
Auf Empfehlung eines Richters dürfen ein Rüde oder eine Hündin gemäß den Vorschriften der FCI für das „Certificat d’Aptitude au Championnat International de Beauté“ (CACIB) vorgeschlagen werden. Dieser Vorschlag darf nur für den Rüden oder die Hündin erfolgen, die zuvor das CACL erhalten hat.
Der Rüde oder die Hündin, die zuvor das CACL erhalten haben, dürfen für das CACIB-Rés. vorgeschlagen werden.
Es fällt der FCI in letzter Instanz zu, diese Vorschläge zu offiziell zu bestätigen. Die FCL verpflichtet sich, der FCI die Vorschläge innerhalb kürzester Zeit zu senden.
Weder die Vergabe der Formwertnote „Vorzüglich 1“ noch die Vergabe des CACL führen automatisch zur Vergabe des CACIB.
Die CACIB und CACIB-Rés. werden nur den Hunden (Rüden und Hündinnen) zuerkannt, die in allen Champion-, Gebrauchshunde-, Zwischen- und Offene Klassen teilnehmen.
Aufgrund der Wertungen des Richters kann dieser Titel auch nicht vergeben werden. Sofern dies der Fall ist, muss im Richterbuch eindeutig der Vermerk „Nicht vergebener Titel“ stehen.

MANIFESTE DU CENTENAIRE DE LA FEDERATION CYNOLOGIQUE INTERNATIONALE
Pour le bien-être des chiens
Novembre 2011
En cette année de son Centenaire, la Fédération Cynologique Internationale (FCI) confirme haut et clair sa mission à travers le monde : préserver la santé des chiens et promouvoir les relations entre le chien et l’homme par des activités internationales. Par l’intermédiaire de ses 86 membres et partenaires sous contrat (un membre par pays), elle se préoccupe du bien-être de tous les chiens dans le monde entier. Elle considère la santé, le caractère et le comportement comme les points essentiels pour atteindre ce bien-être. Elle soutient toutes les activités et les disciplines canines sportives qui sont jugées bénéfiques pour les chiens.
Ces visions et ces valeurs, reconfirmées en cette année 2011, cent ans après la fondation de la FCI, sont soutenues par son but statutaire. La FCI se propose en effet «d’encourager et de promouvoir l’élevage et l’utilisation des chiens de race dont la santé fonctionnelle et l’aspect morphologique répondent aux exigences du standard de chaque race et qui sont aptes à travailler et accomplir diverses fonctions selon les caractéristiques spécifiques à leur race (…) dans les pays où la FCI possède un membre ou un partenaire sous contrat». Elle s’impose de supporter la cynologie et le bien-être des chiens dans le monde entier par une éthique bien établie, par la recherche scientifique toujours plus importante en cynologie et par un libre échange des informations d’ordre scientifique. Quelles que soient les circonstances, le bienêtre des chiens doit constituer la priorité absolue dans un contexte de principes de fair-play et de fins humanitaires où toute discrimination est expressément interdite (Statuts, Articles 2-3-4).
Ce souci primordial du bien-être fait que n’importe quel membre ou partenaire sous contrat peut refuser de procéder à l’inscription ou réinscription dans son livre des origines d’un chien atteint de tares héréditaires ou porteur de tares allant à l’encontre du but statutaire de la FCI, ou qui ne répond pas aux règles de sélection définies (Règlement, Article 8, point 5 ). L’accouplement de parents non conformes aux standards de la FCI peut conduire tout autant au refus d’émettre des pedigrees (Règlement, Article 8, point 14). Les pedigrees émis dans le cadre de la F.C.I. sont des «documents prouvant que les chiots sont nés de parents de pure race et de la même race» (Règlement, Article 8, point 13). Ce souci de l’authenticité des pedigrees exclut qu’un pedigree incorrectement établi soit repris automatiquement dans un livre des origines reconnu par la FCI (Règlement, Article 8, point 5).
L’élevage et le développement des races canines doivent reposer sur des objectifs à long terme et sur des principes sains afin de ne pas produire de chiens malades ou possédant un caractère instable ou manquant d’aptitudes au travail. L’objectif de l’élevage doit être de préserver et, de préférence, d’étendre la diversité génétique (polygénicité) d’une race. Seuls les chiens fonctionnellement sains peuvent être utilisés lors de l’élevage.
Il appartient donc à tout éleveur sélectionnant un chien pour la reproduction de s’assurer de la stabilité de son caractère et de sa bonne condition physique. Aussi longtemps qu’un éleveur assure la garde d’un chiot, il doit lui permettre d’évoluer dans un environnement sain (mentalement et physiquement) et bénéfique afin de garantir une socialisation adéquate (Règlement, Article 12).
L’élevage ne peut être pratiqué qu’avec des chiens de pure race, sains de caractère, en parfaite santé en termes de fonctionnalité et d’hérédité. Les seuls chiens qui peuvent être considérés en parfaite santé en termes d’hérédité sont ceux transmettant les caractéristiques du standard d’une race, son type et son tempérament et ne présentant aucun défaut héréditaire substantiel qui pourrait menacer l’aspect fonctionnel de leur progéniture. Il est à éviter que les standards incluent des exagérations des caractéristiques qui pourraient mettre en danger la fonctionnalité des chiens.
Les chiens présentant des défauts éliminatoires ne peuvent être utilisés à l’élevage.
En matière de «gestion» des défauts héréditaires tels que la dysplasie de la hanche ou l’atrophie progressive de la rétine, les pays membres ou partenaires sous contrat de la FCI doivent tenir un registre d’identification certifiée des chiens touchés par ces maladies, les combattre d’une façon méthodique, enregistrer de façon continue les progrès réalisés et en faire part à la FCI sur demande.
La Commission scientifique de la FCI soutient l’évaluation des défauts héréditaires et aide à combattre ces défauts par ses conseils. Elle peut établir un cahier de mesures relatives à la lutte contre ces défauts, qui devrait être respecté par les pays membres ou partenaires sous contrat dès son approbation par le Comité Général de la FCI.
Les pays membres ou partenaires sous contrat doivent établir leurs propres règlements d’élevage, basés sur le règlement de la FCI, dans lesquels figurent les objectifs à atteindre. Ces règlements doivent tenir compte, de façon appropriée, des spécificités du travail propre à chaque race.
Les pays membres ou partenaires sous contrat doivent refuser l’élevage sous leur patronage aux personnes considérées comme marchands de chiens et producteurs de chiens en masse dont l’activité principale est d’acheter et de vendre des chiens afin d’en tirer un profit financier sans se préoccuper du bien-être individuel des animaux (Règlement International d’Elevage de la FCI, Préambule 1).
En règle générale, les chiots doivent être vendus et transférés à une personne privée au nom de laquelle le pedigree doit être émis (Règlement International d’Elevage de la FCI, Règle de base 15).
Les juges de la FCI sont responsables du choix et du classement des meilleurs sujets dans chaque race; ils permettent ainsi à ces chiens de former la base du pool génétique et ils donnent aux éleveurs responsables des outils pour pratiquer un élevage sélectif. Ils contribuent de façon proactive et notable à la santé du chien ainsi qu’à son bien-être, en favorisant un élevage responsable. Dans ce contexte, les juges prendront part à des réunions d’information, de formation et de formation continue.
Ils doivent respecter le code d’engagement des juges d’expositions de la FCI. en faveur du bienêtre des chiens de pure race, de leur santé et de leur développement. De même, ils doivent respecter les circulaires de la FCI relatives à la santé et au comportement, tout comme les instructions spécifiques ayant trait à la santé.
Au nom de la préservation et du développement des races qu’ils jugent, ils doivent prendre en considération, outre la morphologie et le mouvement, le facteur sanitaire des chiens ainsi que leur aptitude à accomplir les fonctions pour lesquelles ils ont été sélectionnés. Cet aspect devrait être clairement reflété dans les rapports que les juges établissent à propos des chiens.
Un comportement agressif ou peureux lors du jugement ne sera en aucun cas toléré et donnera lieu à la disqualification.
Les juges doivent punir sévèrement toute caractéristique extrême qui peut provoquer des troubles de la santé, du comportement ou du mouvement.
Ils ne peuvent interpréter aucun standard d’une manière telle que cela porte atteinte à la santé fonctionnelle d’un chien.
Le bien-être des chiens doit constituer LA PRIORITE lors de toute exposition canine (Règlement de la FCI pour les Juges d’expositions).
Toutes ces directives exprimées dans les Statuts de la FCI, dans son Règlement général, dans ses Règlements d’élevage, des expositions et des juges, ont été reprises dans les STRATEGIES INTERNATIONALES D’ELEVAGE DE LA FCI, approuvées par le Comité Général de la FCI à Madrid en février 2010.
Elles sont le point d’aboutissement après un siècle de développement en faveur du maintien et de l’amélioration des races canines à travers le monde. Elles forment le point départ de la FCI pour un nouveau siècle d’existence pour le bien-être des chiens WORLDWIDE.

F. Denayer Ancien président de la Société Royale Saint-Hubert